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Winterschuetzenfest der Ehrengarde Sassenberg Im Fackelschein marschiertWinterschützenfest der Ehrengarde Sassenberg

Sassenberg - Neben dem alljährlichen Kreisehrengardentreffen zählt das Winterschützenfest zu den wichtigsten Terminen der Ehrengarde. Am Samstagabend war es wieder soweit.

Zur Freude der Verantwortlichen um Ehrengardenkommandeur Michael Blömker waren die Pluggendorfer Schützen, die Damen- und Ehrengarde aus Gröblingen-Velsen, die Neuwarendorfer Ehrengarde, die Damengarde Vohren sowie der Heimatverein Marienfeld der Einladung gefolgt, sodass die Zahl der Angetretenen entsprechend groß ausfiel. Gemeinsam mit den Musikern des Gebrasa-Blasorchesters, dem Spielmannszug und den Landsknechten zogen die Gastgeber und ihre Gäste im Fackelschein von der Schloßstraße – der Heimat des Gebrasa-Blasorchesters – in den Brook. Zügig wurden die Marschformationen aufgelöst, um gemeinsam ordentlich zu feiern.

Bereits am letzten Novemberwochenende hatte die Ehrengarde insgesamt rund 50 Gruppen zum traditionellen Schießwettbewerb eingeladen. Kommandeur Blömker gab nun im Festzelt die Sieger bekannt. Das beste Resultat in der Kategorie der Schießvereine lieferten die Mitglieder der Ehrengarde Gröblingen-Velsen (388,5) vor dem Vorstand des Sassenberger Bürgerschützenvereins (382,4) und der Damenkompanie (374,1). Bei den „normalen“ Vereinen erreichte der Kartenclub „Die glorreichen 6“ mit einer Wertung von 414,2 das beste Resultat. Platz 2 ging an die Laienspielschar (381,3). Komplettiert wurde das Podium durch die Firma Fischer (373,5).

Quelle: WN vom 04.12.2018  /  Text & Foto: C. Irmler

Schuetzenverein Sassenberg stellt Thron vor Die unfassbare GeschichteSchützenverein Sassenberg stellt Thron vor

Sassenberg - Es war eine geradezu historische Krönungszeremonie, die auf die feierliche Polonäse durch die Stadt folgte. Schließlich ging am Montagabend der lange unerfüllt gebliebene Traum von Bernhard Kunstleve in Erfüllung: einmal König des Bürgerschützenvereins zu sein.

19 Mal war Kunstleve bis zum Schluss ein Aspirant – und musste stets einem Kontrahenten gratulieren. Entsprechend launig fielen die kurzen Reden der Protagonisten aus. „Nach 31 Jahren hat der Spuk ein Ende“, befand Präsident Franz-Josef Ostlinning. Auch er musste sich in jahrelanger Geduld üben. 1993 rang Ostlinning erstmals um die Königswürde, erst im Jahr 2015 war es dann soweit. Werner Storck, Kommandeur der Alten Könige, hatte sogleich eine Geschäftsidee. Die „unfassbare Geschichte“ des so lange glücklosen Kunstleve müsse zu Papier gebracht werden. „Dieses Buch wird ein Bestseller.“ Kunstleve geht als Bernhard XVI. in die Geschichte des Vereins ein – der letzte „Bernhard“ der Chronik war Bernhard Beile im Jahr 1986.

Überglücklich richtete der neue König einige Worte an „seine“ Schützen. Achtmal sei er bereits Mitglied einer Throngesellschaft gewesen. Umso größer sei nun die Freude, selbst König zu sein. Auch Ostlinnings Fazit fiel positiv aus. „Es war bombastisch. Bei herrlichem Wetter haben wir ein Schützenfest gefeiert, dass sich sehen lassen kann.“

Und auch Vorjahreskönig Christian Mußmann hatte einen besonderen Auftritt. Traditionell wurde er von Storck in das Corps der Alten Könige aufgenommen. Dabei erhielt dieser jedoch nicht – wie üblich – ein neues Königszepter. Gerne erfüllten ihm die ehemaligen Majestäten den Wunsch, das Zepter seines mittlerweile verstorbenen Vaters Bernhard (König 1974) tragen zu dürfen. Auf diesem sind nun zwei Könige verewigt.

Quelle: WN vom 10.07.2018  /  Text & Foto: C. Irmler