sidetitle 2017

Der Sassenberger Bürgerschützenverein hat schon viele Mitglieder. Nun soll es mit einer besonderen Aktion noch mehr werden.kinderkompanie

Das nennt man wohl „vorausschauend planen“. Obwohl der Bürgerschützenverein Sassenberg mit aktuell 2108 Mitgliedern der größte der Region ist, denken die Verantwortlichen bereits jetzt an die Zukunft.

Reduzierter Beitrag in den ersten vier Jahren

Genaugenommen tun sie dies schon sehr lange, aktuell haben sie der Zukunftsplanung noch einen draufgesetzt. Um auch den jüngsten Sassenberger Nachwuchs schon früh an den Verein zu binden, bietet dieser jetzt die Paketmitgliedschaft für Kinder an. Sie knüpft an die bereits 2012 gestartete und lange Zeit sehr erfolgreiche Paketmitgliedschaft an, mit der für das Jubiläumsjahr 2014 die Zahl von 2014 Mitgliedern erreicht werden sollte – was auch gelang.

Auch die im Jahr 2019 ins Leben gerufene Mitgliederwerbeaktion „Du hast uns noch gefehlt!“ war ein Erfolg. Warum also nicht auch den Nachwuchs ins Visier nehmen? Mit den Worten „Kinder gab es immer schon, wir dachten, es sei an der Zeit, das zu beleben“, stellte Frank Hoppe die Aktion bei der Generalversammlung am Samstagabend vor. Aufmerksamen Menschen der Hesselstadt war sie da bereits bekannt, denn die an alle Haushalte gegebene Festbroschüre enthält bereits die Werbung dafür. Sie richtet sich an alle Kinder von 0 bis 13 Jahren, die für vier Jahre Mitgliedschaft nur 25 statt 33 Euro entrichten müssen.

Schützenkluft inklusive

Paul Sökeland, der von seinem Opa Dieter bereits vor seinem ersten Geburtstag angemeldet wurde, kann so bereits mit 25 Jahren das silberne Jubiläum feiern. Die Schützenkluft – Cappy, T-Shirt und Schützenstock – gibt es im Vereinsbedarf Deitert gratis dazu. „Für alle Kinder, die mit dem Gutschein aus der Broschüre bis zum Schützenfestsamstag zu uns kommen“, betont Frank Deitert ausdrücklich.

Damit will der Verein erreichen, dass die Kinderkompanie beim Umzug am Sonntag ein einheitliches Bild bietet. Und nur am Sonntag gibt es am Treffpunkt Dreihüm für alle teilnehmenden Kinder den Kinderkompanie-Orden geschenkt.

Kurz und knackig war die Versammlung der Sassenberger Schützen. Die Vorfreude auf das Fest steigt täglich.gv vorstand

Wenn die Versammlung noch kürzer werde, lohne es sich gar nicht mehr, das Fahrrad aus der Garage zu holen, lautete eine Anspielung auf die vielleicht kürzeste Generalversammlung in der jüngeren Geschichte des Sassenberger Bürgerschützenvereins am Samstag. Kurz bedeutet allerdings nicht ereignislos oder gar langweilig. Im Gegenteil. Kaum ließen die Gebrasa Musiker die „Schützenliesel“ ertönen, standen die Schützen in der gut besetzten Schützenhalle im Brook auf und sangen und klatschten fröhlich mit. Der Sassenberger Spielmannszug, spätabends noch vom Auftritt in Vohren zurückgekehrt, konnte die Anwesenden ebenso begeistern. Die Würze der Kürze erreichte die Versammlung durch Straffung wesentlicher Tagesordnungspunkte, die sich in vorigen Zeiten ziemlich hinzogen. Statt das Protokoll der letzten Generalversammlung zu verlesen, beschränkte sich Frank Wächter innerhalb knapp zwei Minuten auf die wesentlichsten Punkte, so wie mittlerweile auch bei anderen Vereinen üblich. Das gesamte Protokoll kann bei Bedarf eingesehen werden. Frank Hoppe verzichtete bei der Mitgliederstatistik auf die bekannten Grafiken und „das Zahlenlametta“. 

2108 Mitglieder

2108 Mitglieder zählt der Verein derzeit, seit dem 1. Januar gab es 13 Neuaufnahmen mit einem Durchschnittsalter von 19,8 Jahren. Das jüngste Neumitglied, Paul Sökeland, wurde von seinem Großvater Dieter angemeldet, ist noch nicht einmal ein Jahr alt und könnte somit in 25 Jahren bereits die 25-jährige Mitgliedschaft feiern. Damit ist Paul nicht der einzige. Mit der neuen Paketmitgliedschaft für Kinder von 0 bis 13 Jahren (ausführliche Informationen in der morgigen Ausgabe der Glocke) wollen die Schützen die Nachwuchsarbeit beleben. 

Eintrittsgelder unverändert

Die Regularien wurden ebenfalls in Rekordzeit abgehandelt: Der Geschäftsführende Vorstand bleibt unverändert, ebenso die Prämien und Schussgelder sowie die Eintrittsgelder für Nichtmitglieder bei den Abendveranstaltungen. Das Festprogramm wurde bereits verteilt und liegt auch in den örtlichen Bäckereien aus. Es enthält die 100 Positionen umfassende Schussliste, die früher – mit 200 Namen – verlesen wurde. Der einer Büttenrede gleichende „Rundumschlag“ von Oberst Manfred Fölling mit seinen oft kreativen, zeitweise aber auch sehr nachdenklichen Bonmots, zeitigte auch am Samstag zahlreiche Lacher. Hermann Renkerts Frage, ob das Schützenfest ebenfalls verkürzt werde, konnte Präsident Franz-Josef Ostlinning verneinen. Die am Samstag eingesparte Zeit werde dann nachgeholt.